Oberhausen braucht ein besseres Klima! Bürger reichen Antrag für Anschluss an RS1 ein …

Impulswerkstatt * Stöckmannstraße 62 * 46045 Oberhausen
An die Redaktion,

Oberhausen, 4.9.2017

PM Impulswerkstatt: Oberhausen braucht ein besseres Klima! Bürger reichen Antrag für Anschluss an RS1 ein und fordern Fachbereich für das Fahrrad. 23 Unterschriften.

Sehr geehrte Redaktion,

„Unsere Stadt braucht ein besseres Klima – ein wichtiger Eckpunkt ist die Gleichberechtigung des Radverkehrs“, fordern Oberhausener Bürger, die sich vor kurzem zu einer Gruppe „Impulswerkstatt Oberhausen“ zusammengeschlossen haben. In zwei Anträgen im Hauptausschuss wollen sie dem Radverkehr auf die Strecke helfen: „Oberhausen braucht den Anschluss an den Radschnellweg 1, weil er 42.000 Ein- und Auspendlern einen sicheren und schnellen Weg zum Arbeitsplatz bietet“, sagen Karl van den Mond, Manuela Kaiser und Udo Sommer, „und wir brauchen einen eigenständigen Fachbereich für das Fahrrad und die Radverkehrsförderung, der mit einem eigenen Budget die Gleichberechtigung des Rades vorantreiben kann.“ Eine Unterschriftenaktion soll ihre Anträge unterstützen.

Der Hibernia-Damm: Kurze und sichere Strecke für mehr als 40.000 Pendler
Seit April 2017 arbeitet die Bürgergruppe an einem Konzept zum Ausbau des Hibernia-Damms zu einem schnellen und sicheren Radweg. „Ein Treffen mit Fahrradexperten des RVR im vergangenen Monat hat uns ermutigt, an unserer Idee weiterzuarbeiten und Anträge zu stellen“, sagt van den Mond. Denn nun müssen die Städte aktiv werden. Der Damm führt auf einer stillgelegten Bahntrasse von der Stadtmitte bis zum Mülheimer Bahnhof Styrum. Von dort aus, muss eine gute Verbindung zum Radschnellweg 1 in die Mülheimer Innenstadt geschaffen werden. Van den Mond: „Aus unserer Sicht wäre diese über den Ausbau bestehender Radwege wie den Styrumer Damm und den Ruhrtalradweg gut und günstig zu leisten. Mehr als 40.000 Pendler täglich können durch die sichere und schnelle Strecke zum Umsteigen aufs Fahrrad bewegt werden – das ist eine Riesenchance für unsere Stadt.“

Ein Fachbereich Fahrrad – wirtschaftlich und umwelttechnisch sinnvoll
Um die Gleichberechtigung des Fahrrads umzusetzen, muss Oberhausen mehr tun. Denn aktuell ist der so genannte Fahrradbeauftragte nur ein Mitarbeiter im Fachbereich „Stadtentwicklung“ bzw. des Bereichs „Regional-, Stadt- und Quartiersplanung“. Dort übernimmt er die Radverkehrsförderung als eine Aufgabe unter vielen. Seine Planung ist im wesentlichen gekoppelt an den Straßenbau und dessen Budget.
„Wir kritisieren seine Arbeit nicht. Wir stellen aber fest, dass der Zustand der Radwege und der Ausbau seit Jahren stagnieren“, sagt Manuela Kaiser. Der aktuelle Fahrradklimatest des ADFC stützt diesen Eindruck. Oberhausen hat hier im bundesweiten Städteranking fünf Plätze verloren, Wuppertal hingegen ist um 16 gestiegen und liegt nun knapp hinter Oberhausen. Aspekte dieses Negativ-Trends sind die Sicherheit der Radwege, Konflikte von Radlern mit Fußgänger und Autofahrer, Hindernisse auf Radwegen, Komfort der Radwege.

„Ein Fachbereich für das Fahrrad mit eigenem Budget ist wirtschaftlich und vom Umweltgedanken her sinnvoll. Er kann sich gezielt um Fördermittel bemühen, um die Gleichberechtigung des Radverkehrs umzusetzen“, sieht Kaiser jetzt den richtigen Zeitpunkt gegeben, denn unsere Innenstädte sind durch das Auto belastet. Oberhausen gehört zu den 28 Luftqualitätsgebieten in Deutschland, in denen anhaltend gegen NO2-Grenzwerte verstoßen wird. Daher können Fahrverbote drohen. Die Diskussion um schmutzigen Diesel bietet aber eine Chance, denn derzeit werden Fördermittel für das Rad aufgestockt: Die Bundesregierung hat zum Diesel-Gipfel im August festgelegt, eine Radwegeförderung mit 200 Millonen Euro jährlich einzurichten sowie einen Fonds „Nachhaltige Mobilität“ mit 500 Millionen Euro.

Beide Anträge der Impulswerkstatt sind fristgerecht zur nächsten Hauptausschusssitzung am 18.9. an den Oberbürgermeister gestellt worden. Kaiser: „Wir wollen bis dahin noch möglichst viele Oberhausener von unserer Idee überzeugen.“ Eine Unterschriftenliste steht bei den Antragstellern (E-Mail: impulswerkstatt@web.de) und auf der Website www.impulswerkstatt-oberhausen.de als Download bereit.

Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung unter:
0174 – 919 39 80 (Karl van den Mond).

Mit freundlichen Grüßen,
Manuela Kaiser, Udo Sommer und Karl van den Mond

Die Unterschriftenlisten findet ihr hier

Unterschriftenliste 1 – Gleichberechtigtes Fahrrad, besseres Klima, Oberhausen braucht den Anschluss an den RS 1 »

Unterschriftenlise 2 – Gleichberechtigtes Fahrrad – besseres Klima! Oberhausen braucht einen Fachbereich Fahrrad- und Radverkehrsförderung »

Bitte ausdrucken und abgeben bei Karl van den Mond, Stöckmannstraße 62, 46045 Oberhausen

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