Oberhausen bittet um Anschluss an Mülheim?

Richtig ist: Verwaltung und Politik in unserer Stadt schieben die Erneuerung der Stadtmobilität auf die lange Bank.

„Die Oberhausener Politik schiebt die Mobilitätsdebatte weiterhin auf die lange Bank – wieder einmal kommen die wichtigen Impulse aus der Nachbarstadt Mülheim, wo man gedanklich offenbar beweglicher ist“, kritisieren Manuela Kaiser, Udo Sommer und Karl van den Mond, Mitglieder der Impulswerkstatt Oberhausen.

Impulswerkstatt soll eingeladen werden

Anlass der Kritik ist ein erneuter Appell der Politik aus der Nachbarstadt Mülheim an Oberhausen, man möge sich zur Planung eines Radschnellwegs endlich an einen Tisch setzen: Im Planungsausschuss der Ruhrstadt hat man nun beschlossen, die Impulswerkstatt sowie Oberhausener Planer einzuladen, „damit wir ihnen unsere Idee des Radwegs auf dem Hibernia-Damm erläutern. Die Mülheimer Politik ist bereits überzeugt, dass diese Verbindung zahlreiche Attraktionen aufweise“, sagt Kaiser.

„Für uns hat das allerdings einen Wermutstropfen“, meint van den Mond. Denn bereits im September vergangenen Jahres hatte die Impulswerkstatt im Hauptausschuss den Antrag gestellt, „die Verwaltung der Stadt Oberhausen möge mit der Stadtverwaltung Mülheim Gespräche aufnehmen, um eine interkommunale Radwegeverbindung zwischen Oberhausen und Mülheim zu konzipieren und umzusetzen“. Die Gleichberechtigung der Verkehrsteilnehmer ist Anliegen und Triebfeder für das Projekt. Insbesondere die Notwendigkeiten bei der Gestaltung eines Mobilitätskonzeptes sollten von der Politik beachtet werden. Der Antrag wurde einstimmig befürwortet – nur getan hat sich nach einem halben Jahr offenkundig nichts.

Mit offenen Armen

Nicht einmal die Parteien mit eigenen Fraktionen in der Nachbarstadt haben Kontakt aufgenommen, stellen Sommer und van den Mond fest, die nun den Mülheimer Planungsausschuss besucht hatten: „Hier kommt man der Idee mit offenen Armen entgegen. Die Oberhausener Politik hingegen verschläft selbst die einfachsten Handlungsmöglichkeiten. So viel Untätigkeit finden wir angesichts der aktuellen Diskussion um Fahrverbote und des tagtäglich erlebbaren Verkehrskollaps sträflich gegenüber der Gesundheit von Bürgern und Umwelt.“

Dagegen war die Impulswerkstatt bereits aktiv: Im August 2017 hatte sie mit dem RVR über den Hibernia-Damm gesprochen: „Man hat zugesichert, die Strecke auf Machbarkeit zu prüfen und kam bislang zu keinem negativen Urteil“, sieht Sommer sehr gute Chancen, dass die Strecke umgesetzt wird – auch wenn die Oberhausener Verwaltung und Politik weiterschlafen.

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